Kritische Betrachtung des Umgangs mit Big Data


In der Essay des Eidgenössischen Datenschutz und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) Hanspeter Thür wird aufgezeigt was mit „Big Data“ angestellt werden kann.

Kernsätze aus seiner Essay

Erschienen: (SCHWEIZER MONAT 1011, NOVEMBER 2013, WEITERDENKEN)

„Dieser Datenberg wäre an sich so lange noch kein Anlass zur Sorge, als man einwenden könnte: «Wer findet in diesem Heuhaufen schon die Nadel?» Doch zeugt dieser Einwurf von der Unkenntnis technischer Möglichkeiten.“

„Je mehr Daten zur Verfügung stehen, desto präzisere Aussagen und Erkenntnisse über das gegenwärtige und künftige Verhalten der Menschen sind möglich.“

„Ist der Datenberg gross genug, kann vielleicht ein Algorithmus entdeckt werden, der mit hoher Wahrscheinlichkeit voraussagt, dass eine Glatze hat, wer gelbe Schuhe trägt.“

„Dabei entdeckte er einen Algorithmus, mit dem er den bevorstehenden Tod von Kunden mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit voraussagen konnte.“

„Der zur Verfügung stehende Datenberg ist immens gewachsen. Und er wächst täglich mit 2,5 Quintillionen Byte (eine Zahl mit 30 Nullen!) und verdoppelt sich alle zwei Jahre.“

„Die Tyrannei der Algorithmen wird zu einer totalen Vermessung des Menschen und einer Vorhersage seines möglichen Verhaltens führen.“

„Acxiom, der weltgrösste amerikanische Datenbroker, behauptet stolz von sich, weltweit über 700 Millionen detaillierte Profile von Konsumenten zu verfügen.“

„Worte der Schriftstellerin Juli Zeh: Datenfusion (bzw. Datenverknüpfung) diene der Beantwortung von zwei Fragen: jener nach dem, was einer getan habe, und, noch wichtiger, jener nach dem, was er noch tun werde.“